Am 28. Mai 1932 wurde im Gegenwart der damaligen Königin Wilhelmina die letzte Lücke zwischen Zuiderzee und Wattenmeer/Nordsee geschlossen. Das Wasser südlich des Abschlussdeiches erhielt den Namen IJsselmeer. Nord-Holland erhielt eine StraBenverbindung mit Friesland. Die häufig schwachen Deiche rund um das Meer sind jetzt vielweniger bei schweren Stürmen, wie es sie 1916 gegeben hat, gefährdet. Das Salzwasser wurde allmählig süB. Die Entwässerung der Gebiete rund um das IJsselmeer verbesserte sich beachtlich, da man jetzt den Wasserstand regulieren konnte. Der Mann, der die "Zuiderzeewerken" konstruierte, war Ingenieur Cornelis Lely, dem es 1891 gelangeinen realisierbaren Plan vorzulegen. Lely starb im Jahr 1929 und hat die Vollendung des Deichs somit nicht mehr Erlebt. Doch bereits 1667 hatte Hendrik Stevin,Sohn von Simon, eine Idee gehabt, um die Lücken zwischen den Watteninseln und dem Festland abzudichten. Er scheiterte jedoch aufgrund des Stands der Technik und weil seine Pläne nicht auf das entsprechende Interesse stieBen. In der Zwischenzeit wurden der Regierung insgesamt acht Polderpläne vorgelegt.

Vor dem Abdichten des Deichs wurde das Wieringermeer auf offener See angelegt. Es sollte bis dieser Polder urbar gemacht werden konnte. 1945 wurde der Polder von der deutschen Besatzungsmacht noch einmal unter Wasser gesetzt. Inzwischen wurde ein Teil des IJsselmeer zum Nordost-Polder ( 48000 ha ) und entrang man Flevoland ( 97000 ha ) den Wellen des Meeres. Der Drang, auch noch das Markermeer, südlich des Deichs Lelystad-Enkhuizen, einzupoldern, stieB auf heftigen Widerstand unter anderem von Umweltschutzorganisationen und Wassersportlern. Auf dem Abschlussdeich steht ein Monument mit dem Text darauf "Een volk dat leeft bouwt aan zijn toekomst" ( Ein Volk das lebt baut an seiner Zukunft )